Die Gebetsgemeinschaft

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Die „Dr. Ladislaus Batthyány-Strattmann – Gebetsgemeinschaft zur Heiligsprechung des Arztes der Armen“ ist eine Gruppe von katholischen Frauen und Männern, die ihr Leben bewusst nach dem christlichen Glauben in der katholischen Kirche gestalten wollen. Ausgangspunkt ist der selige „Arzt der Armen“ Dr. Ladislaus Batthyány-Strattmann, dessen heiligmäßiger Lebenswandel und Engagement für Glaube, Familie und Beruf auch heute aktuelles Vorbild sein kann. Am 23. März 2008, dem 5. Jahrestag der Seligsprechung, wurde die Gebetsgemeinschaft vom Erzbischof von Wien Christoph Kardinal Schönborn OP als private Vereinigung von Gläubigen belobigt und mit Rechtspersönlichkeit für den kirchlichen Bereich ausgestattet. Die Mitglieder der Gebetsgemeinschaft bemühen sich im Geiste des seligen Ladislaus, Christus nachzufolgen

  • den Willen Gottes im täglichen Leben zu suchen und zu befolgen,
  • sich für Frieden, Versöhnung und Gerechtigkeit einzusetzen,
  • für alles Unrecht Gott stellvertretend um Verzeihung zu bitten und Sühne anzubieten, durch Gebet, Einsatz für den Nächsten und Opfer.
  • dem seligen Dr. Ladislaus Batthyány-Strattmann ein würdiges Andenken zu wahren und für die baldige Heiligsprechung des „Arztes der Armen“ einzutreten und die Durchführung des dazu notwendigen Heiligsprechungsprozesses zu veranlassen und aktiv mitzutragen.
  • für christliche Ethik in der Medizin sowie die Unantastbarkeit der Schöpfung bedingungslos einzutreten und die Bestrebungen der Katholischen Kirche in dieser Thematik aus voller Kraft zu unterstützen.

 

 

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Gebet

Gott, unser Vater, du hast den seligen Arzt Ladislaus Batthyány-Strattmann berufen, den Armen und Kranken zu helfen und deine Liebe in der Sorge um seine Familie zu bezeugen. Hilf uns, in unserem Familien- und Berufsleben nach seinem Beispiel zu handeln.

Schenke auch uns auf seine Fürsprache die Gnade, in den Armen und Kranken dich zu erkennen und dir zu dienen. Begleite alle in der Krankenpflege Tätigen mit deiner Kraft und gib ihnen Liebe und Geduld. Lass die Verantwortungs-träger die unantastbare Würde menschlichen Lebens von seinem Beginn bis zu seinem natürlichenn Ende achten und schützen.

Steh den Familien bei, damit in ihnen Kinder im Glauben und in der Liebe heranwachsen können. Lass die Eheleute in der gegenseitigen Liebe und Treue zueinander stehen. Segne die Völker Europas in ihrer neuen Verbundenheit und schenke ihnen im Wissen um ihr christliches Erbe Friede und Einheit.

All das erbitten wir auf die Fürsprache der heiligen Gottesmutter Maria, des heiligen Martin und des seligen Ladislaus, durch Christus, unseren Herrn. Amen.

 

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Dr. Ladislaus Batthyány-Strattmann wurde als sechstes Kind einer alten ungarischen Adelsfamilie am 28. Oktober 1870 in Dunakiliti, Ungarn, geboren. Nach Beendigung seiner Mittelschulausbildung an den Jesuitengymnasien Kollegium Kalksburg (Österreich) und Kalocsa (Ungarn) studierte er an der Universität Wien, wo er als Student eine schwierige Lebensphase durchlebte. Der Tod des Vaters während dieser Zeit traf ihn doppelt hart, da er in jungen Jahren bereits die Mutter verloren hatte, und ließ ein Medizinstudium ergreifen, dass er 1900 mit der Promotion abschloss. 1898 heiratete er Gräfin Maria Theresia Coreth.

Das Paar führte miteinander eine glückliche und harmonische Ehe, die mit insgesamt 13 Kindern gesegnet war. Trotz der großen Inanspruchnahme durch seinen Beruf bemühte er sich gemeinsam mit seiner Frau, seine Kinder liebevoll und gottesfürchtig zu erziehen.

Daneben ging er völlig in seiner ärztlichen Berufung auf. In Kittsee im Burgenland, wo er mit seiner Familie lebte, errichtete Dr. Batthyány im Jahre 1902 ein Krankenhaus. Anfangs arbeitete er dort als praktischer Arzt, nebenbei spezialisierte er sich als Chirurg und später als Augenarzt. Täglich behandelte er 80 bis 100 Patienten und führte jährlich mehrere hundert Augenoperationen aus. Er wollte ganz bewusst Arzt der Armen sein und nicht nur den Körper, sondern auch die Seele heilen. Bei der Behandlung der Kranken und Armen wusste er sich mit Christus verbunden. Er führte die Behandlungen nicht nur unentgeltlich durch, sondern gab den Armen auch Geld mit. Viele seiner Patienten haben Dr. Batthyány schon zu Lebzeiten wie einen Heiligen verehrt. Nach dem Ersten Weltkrieg übersiedelte die Familie nach Körmend in Ungarn. Auch hier errichtete Dr. Batthyány aus eigenen Mitteln ein Krankenhaus. Anfang September 1929 erkrankte Dr. Batthyány an Krebs und verstarb nach Monaten schweren Leidens am 22. Jänner 1931 im Ruf der Heiligkeit in Wien. Sein Leichnam wurde in der Familiengrabstätte im burgenländischen Güssing beigesetzt. Am 23. März 2003 wurde Dr. Ladislaus Batthyány-Strattmann von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen.

Dr. Ladislaus Batthyány-Strattmann – Gebetsgemeinschaft für die Heiligsprechung des Arztes der Armen

sekretariat@betaus-ladislaus.eu